Bioabbaubarer RegJoint™-Implantat als Rettungsmaßnahme im MCP-Gelenk (2022)
Bioabbaubarer RegJoint™-Implantat als Rettungsmaßnahme im MCP-Gelenk:
Im Fallbericht von Labér et al. wird eine 69-jährige Patientin beschrieben, die eine schwere Fremdkörperreaktion um gebrochene Silikonimplantate im MCP-Gelenk erlitt. Dies führte drei Jahre nach der ursprünglichen Operation zu einer axillären Lymphadenopathie.
Aufgrund des erheblichen Knochenverlusts konnten herkömmliche Revisionsimplantate nicht verwendet werden. Als Lösung wurden bioabbaubare RegJoint™-Implantate aus Poly-L/D-Lactid (96/4) gewählt, wobei in jedes der vier MCP-Gelenke zwei Implantate eingesetzt wurden.
Ergebnisse nach 19 Monaten Nachbeobachtung:
- Keine erneute Synovitis oder Lymphadenopathie
- Die Patientin war schmerzfrei und zufrieden
- Verbesserte Beweglichkeit der MCP-Gelenke
- Kein Fortschreiten des Knochenverlusts
- Gutes ästhetisches und funktionelles Ergebnis
Fazit:
Das RegJoint™-Implantat kann eine sinnvolle Alternative bei Revisionsoperationen sein, wenn herkömmliche Lösungen aufgrund eines schweren Knochenverlusts nicht möglich sind.
Vollständige Referenz und Link zur Publikation unter: Labèr, R., Oyewale, M., & Herren, D. B. (2022). Bioabsorbable poly-L/D-lactide (96/4) scaffold arthroplasty as a salvage procedure in the metacarpophalangeal joint. Hand Surgery and Rehabilitation, 41(1), 149–151. https://doi.org/10.1016/j.hansur.2021.11.004